DIE Gesundheitsquelle im Erzgebirge

Informationen zum Wunsch- und Wahlrecht

Damit Sie Ihre Rehamaßnahme auch wie gewünscht bei uns durchführen können, möchten wir Ihnen folgende Informationen geben:

1) Nennen Sie schon beim Antrag die ausgewählte / gewünschte Rehaklinik.

Im Idealfall informieren Sie sich schon vor der Beantragung Ihrer Reha darüber, welche Rehabilitationsklinik Ihre Erkrankung behandelt und auch Ihren Wünschen hinsichtlich Lage, Service und Ausstattung entspricht. Wählen Sie die Klinik Ihrer Wahl gewissenhaft aus.
Ergänzen Sie dann Ihren Reha-Antrag mit einem schriftlichen Vorschlag durch Nennung des Namens und Kurortes Ihrer Wunscheinrichtung – also z.B. „Rehaklinik Miriquidi Thermalbad Wiesenbad“, denn Sie haben nach § 9 SGB IX ein Wunsch- und Wahlrecht, sich die Klinik Ihrer Präferenz auszusuchen, sofern diese zertifiziert ist und keine medizinischen Gründe entgegenstehen.
Um Ihr gesetzliches Reha-Wunschrecht erfolgreich aktiv auszuüben, haben wir hier für Sie zwei Musterschreiben als Ergänzung zum Rehaantrag zur Verfügung gestellt:
Wahlrecht_Wunschklinik_einfach
Wahlrecht_Wunschklinik_mit_Gründen

2) Achten Sie auf die Zertifizierung.

Achten Sie besonders darauf, dass die Klinik von unabhängiger Stelle zertifiziert wurde und somit nach hohen, regelmäßig überprüften Qualitätsstandards behandelt. Die Rehaklinik Miriquidi in Thermalbad Wiesenbad ist nach DIN ISO EN 9001:2008 und BAR QMS-Reha zertifiziert und entspricht somit höchsten medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Qualitätsansprüchen.

3) Akzeptieren Sie die ggf. geforderte Zuzahlung für eine Wunschklinik nicht.

Ein Rehabilitationsträger (z. B. der Gesetzlichen Krankenversicherung, DRV) ist auch nicht berechtigt, Ihrem Wunsch nur unter der Bedingung einer Zuzahlung nachzukommen, dass Sie eventuell entstehende Mehrkosten für die Reha als Differenz zum Pflegesatz einer vom Kostenträger bevorzugten Rehaeinrichtung selber zahlen. Eine solche Zuzahlungspflicht sieht das Gesetz nicht vor! Es gilt das Sachleistungsprinzip, d. h., Sie haben gegenüber dem Kostenträger einen gesetzlichen Anspruch auf die Rehabilitationsleistung und nicht nur auf Kostenerstattung. Üben Sie also Ihr Wunschrecht aktiv aus!

4) Kalkulieren Sie einen Widerspruch ein. Selbstverständlich ist es möglich einen Wechsel der Rehaklinik zu fordern.

Wird dem Wunschrecht durch die Krankenkasse / der Rentenversicherung nicht entsprochen, so muss dies durch einen Bescheid begründet werden. Gegen diesen Bescheid können dann gegebenenfalls Rechtsmittel eingelegt werden.
Auf dem Bescheid der Krankenkasse / der Rentenversicherung steht die zuständige Stelle, bei der Sie den Antrag auf Heilstättenänderung innerhalb eines Monates einlegen können, um auf Ihr gesetzlich verankertes Wunsch- und Wahlrecht zu plädieren.
Wir raten Ihnen, diesen Antrag auf Heilstättenänderung gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt schriftlich zu formulieren und ggf. ein ärztliches Attest beizulegen. Gerade die ärztliche Unterstützung ist in Ihrem Vorhaben sehr wichtig, um einen positiven Bescheid erwirken zu können.

Sollten Sie generell vor schwierig lösbaren Problemen mit den Strukturen des Gesundheitswesen stehen, könnte hier auch der Patientenbeauftragte der Bundesregierung eine Hilfe sein. Zu finden ist er und sein Team unter http://www.patientenbeauftragter.de

Sie haben Fragen zum Wunsch- und Wahlrecht und möchten Ihre Rehamaßnahme bei uns machen?
Senden Sie uns eine Email an reha@wiesenbad.de (Gerne können Sie uns Ihren Bescheid, den Sie von Ihrer Krankenkasse / Rentenversicherung erhalten haben, auch per E-Mail zusenden.)