DIE Gesundheitsquelle im Erzgebirge

Projekte in der Vergangenheit

Projekt „Beherbergung in Universal Design“ – Musterzimmer in Thermalbad Wiesenbad

Das Projekt wurde um die Jahreswende 2011/2012 gestartet und durch den Geschäftsführer des Sächsischen Heilbäderverband e.V. – Herrn Helfried Böhme – maßgeblich geprägt. Aufgrund der Empfehlung des Bäderverbandes wurde die Kurgesellschaft in Thermalbad Wiesenbad ausgewählt. Forschungspartner war die Firma IHD – Institut für Holztechnologie gemeinnützige GmbH – aus Dresden – der Projekttitel „ Beherbergung in Universal Design“ ließ viel Kreativität erwarten.

Die Kundengruppen im Tourismus – speziell auch im Gesundheitstourismus – verändern sich. Gäste mit vielfältigen Arten von Beeinträchtigungen und Ansprüchen stellen den Anbietern vor Ort vor neue Herausforderungen. Universal Design heißt: benutzbar für ALLE! Universal Design heißt aber auch: akzeptierbar von allen Nutzern. Gerade im Beherbergungsbereich kommt es durch den ständigen Belegungswechsel darauf an, diese Gesichtspunkte stärker zu berücksichtigen.

Am 09. Mai 2014 war es nun endlich soweit – die Kurgesellschaft in Thermalbad Wiesenbad durfte das neu ausgestattete Muster-Patientenzimmer im Paracelsushaus Nummer 511 an die Patienten und Gäste der Einrichtung übergeben.

Die Fotografien zeigen nun ein schönes helles Gästezimmer mit prototypischem Musterbau. Die Projektpartner waren sich einig, dass es sich nicht um ein krankenhausähnliches Pflegezimmer handeln soll, sondern dass ein Zimmer entstehen sollte, welches sowohl für den Mittvierziger als auch für den Mittachziger aber auch für gesundheitlich eingeschränkte Personen, welche auf einen Rollator oder gar einen Rollstuhl angewiesen sind – sich aber noch in einem begrenzten Umfang eigenständig bewegen können – geeignet ist. Die Umgestaltung des Zimmers bezog sich rein auf den Wohnbereich, nicht jedoch auf den Sanitärbereich. Wesentliche Elemente des Zimmer sind: ein ansprechend großes Bett mit höhenverstellbarem Lattenrost, integrierten Nachtischen und kleinen Elementen zur Erleichterung des Aufstehens; geräumige Schrankelemente – teilweise mit dem Rollstuhl unterfahrbar, ausreichend Staufläche mit der Möglichkeit für verschieden große Nutzer eine optimalen Gebrauch zu ermöglichen; höhenverstellbare Sitzelemente; ein qualitativ hochwertiges Zustellbett in Form eines Wandschrankes mit ergänzender Regalfunktion sowie ein umfassendes Lichtkonzept zur optimalen Ausleuchtung der Räumlichkeit.

Nun beginnt für die Kurgesellschaft die Zeit der Evaluierung – es soll keinesfalls ein Endstand sein sondern nun sollen die Gäste der Rehaeinrichtung Erfahrungen mit diesem Zimmer sammeln und ihre Eindrücke an die Geschäftsführerin – Frau Ricarda Lorenz – sowie an die Projektleiterin der IHD – Frau Susanne Trabandt – schildern. Noch nicht optimal gestaltete Elemente sollen perspektivisch überarbeitet werden, sodass in der Zukunft ein Raumkonzept entsteht, welches in die reguläre Marktsituation integriert werden kann, natürlich abseits des Modellcharakters.

Sowohl die Geschäftsführerin der Einrichtung als auch die Projektleiterin waren überrascht über die große Resonanz zur Eröffnung. Es konnten bereits viele konstruktive Gespräche, sowohl mit Projektpartnern aber auch mit im Hause anwesenden Gästen geführt werden. Das Musterzimmer wird nun ab 26.05.2014 regulär in die Bettendisposition der Einrichtung aufgenommen.