DIE Gesundheitsquelle im Erzgebirge

Vorgestellt: Modell der künftigen Wiesenbader Ortspyramide

Brunnenhaus der Hiobsquelle wird auferstehen – Für Bau fehlt noch jede Menge Geld – Miniatur-Peremett als Windspiel soll bei Finanzierung helfen

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Ortspyramide für Thermalbad Wiesenbad mit ihrem Modell: Ingolf Höcherl, Frank Schönherr, Udo Neisz und Uwe Hilbert (von links). (Foto: Brigitte Streek)

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Ortspyramide für Thermalbad Wiesenbad mit ihrem Modell: Ingolf Höcherl, Frank Schönherr, Udo Neisz und Uwe Hilbert (von links).
(Foto: Brigitte Streek)

Von Sonja Lippert

Thermalbad Wiesenbad. Grund zur Freude in Thermalbad Wiesenbad – der Gemeinde im Ex-Landkreis Annaberg, in der es bislang noch keine Ortspyramide gibt: Das Modell der künftigen Peremett, die sich in der Advents- und Weihnachtszeit auf einem Sockel nahe der Kurparkhalle drehen soll, ist fertig. Stolz haben es die Väter der Projekts, der Architekt Frank Schönherr, der Bauingenieur Udo Neisz und die beiden Zimmerleute Uwe Hilbert und Ingolf Hörschel im Gemeindesaal präsentiert.

Mit der fünf Meter hohen Pyramide soll das Brunnenhaus der Hiobsquelle auferstehen, das auf dem einstigen Kurparkgelände stand und in den 1950er Jahren abgerissen wurde. Innerhalb der Rundbögen werden fünf jeweils einen Meter hohe Figuren zu sehen sein, die mit der Historie des Ortes eng verbunden sind: der Schäfer, der die Quelle entdeckte, ein Bergmann mit einem Amethysten als Hinweis auf den nahen mineralienreichen Seidelgrund, eine Badefrau in historischer Kleidung und eine weibliche Figur mit Spinnrad, die an die einst florierende Flachsspinnerei im Erzgebirgsort erinnern will. Nummer fünf ist die gesundheitsbewusste sächsische Gräfin Sophie, die mit ihren Badeurlauben maßgeblich dafür sorgte, dass Wiesenbad bekannt wurde. Diese Figur war übrigens die Favoritin in einem Wettbewerb, den das vierköpfige Team startete. Das Quartett engagiert sich seit Monaten dafür, dass der Wunsch der Wiesenbader und auch vieler Kurgäste Wirklichkeit wird.

Das Modell ist fertig, die Initiatoren haben sich auch bereits mit einem Schnitzer in Verbindung gesetzt, der die Figuren fertigen möchte. Und die Firma Doppelhans aus Wiesa will noch in diesem Jahr den Sockel bauen. „Doch mit dem Pyramidenanschieben wird es heuer noch nichts. Es fehlt das Geld“, sagt Udo Neisz, der Kopf des Teams. Bislang sind 3200 Euro an Spenden eingegangen, doch für das Bauwerk werden rund 32.000 Euro gebraucht. Deshalb wird das Modell nun unter einer Glashaube sowie mit Schlitz im Sockel im Simmel-Markt aufgestellt, und das Pyramidenteam hofft auf spendenfreudige Bürger. Außerdem laufen Verhandlungen mit einem Spielzeugmacher in Seifen, der die künftige Ortspyramide von Wiesenbad im Kleinstformat als Windspiel herstellt. Auch Schlüsselanhänger mit dem Motiv, das Neisz als Unikat hat schützen lassen, sollen hergestellt werden. „Beides soll der Finanzierung dienen und wird nur in Thermalbad Wiesenbad verkauft werden.“ Kontakt: 03733 556228

Quelle: Freie Presse, Annaberger Zeitung, 30.03.2009